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 Betreff des Beitrags: Mal was anderes...
BeitragVerfasst: 18.12.2011, 21:24 
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Hallo :D Ich arbeite jetzt schon seit einiger Zeit an einer Geschichte, rund um einen Charakter, der das komplette Gegenteil von dem typischen "Mary - Sue" - Protagonisten sein soll. Das Ganze spielt in einer Welt, genannt der Kontinent. Die Menschen erinnern sich noch schwach an die Zeit, als die "Älteren", Wesen von höchster Reinheit und Weisheit, die Welt beherrschten. Aber sie wurden von der aufkeimenden Menschenrasse überrannt und ausgelöscht - doch in wenigen Menschen fließt noch ihr Blut und macht sie zu mächtigen Zauberwirkern, die mithilfe einer sogenannten "Blutfeder" ihr eigenes Blut verwenden können, um Zeichen in die Luft zu schreiben, die sie sowohl stoffliche als auch geistige Zustände verändern lassen. Es gibt folgende Prophezeiung:
Ein Kind zum Vernichten,
Ein Kind zum Erneuern,
Ein Kind für den Tod,
Ein Kind für das neue Leben.
Ein Leben für tausende, die hingegeben werden,
Wenn ein Kind des Älteren Blutes die Welt zum Zerbrechen bringt
Sie bezieht sich auf ein Kind dieser "Schreiber", dass angeblich die Älteren zurückbringen und die Menschen vernichten soll.
Tami ist in den Kanälen, dem Sitz einer Organisation von Kriminellen aufgewachsen. Doch als während eines Auftrages eine Blutfeder sie erwählt und ihr bester (und einziger) Freund durch ihre Schuld qualvoll ums Leben kommt und ihr Ziehvater ihr außerdem enthüllt, dass er sie, weil sie jenes Kind der Prophezeiung ist, ihr Leben lang vor den Schreibern versteckt hat, flieht sie die Stadt der Schreiber und macht sich auf in die Wildniss. In ihr erwacht eine Göttin, die es nach Rache für die Morde an ihren früheren Wiedergeburten dürstet und die darauf aus ist, die Schreiber entgüllltig zu vernichten. Doch wer ist dieser "Letzte Feind", von dem sie immer wieder spricht? Und wie kann eine Göttin, die trotz ihrer Sehnsucht nach Rache immer wieder betont, eine Streiterin des Guten zu sein, das Verderben der Welt in sich tragen?
Tja, das ist es worum es bei dieser Geschichte (ich weigere mich es Buch zu nennen, solange ich nur 80 A4 Seiten habe ;) ) geht.
Hier eine kleine Leseprobe (Schatten ist der Name der Organisation, die "Perle" eine Klinge an einer langen Metallkette, mit der Tami am liebsten kämpft, der Anführer ist der Oberste der Schatten und hat Tami wie seine eigene Tochter aufgezogen):

„Tami!“
Die „Perle“ pfiff durch die Luft, mit dumpfen Gurgeln und in Blut erstickten Schreien starben zwei weitere Sklaven. Sie duckte sich, als die Metallkette zurückschnellte. Eine Sklavin hinter ihr verlor ihren Kopf zu schnell, als dass sie noch einen letzten Schrei ausstoßen hätte können. Gam sah ihr mit undefinierbaren Gesichtsausdruck zu.
Drei junge Sklaven waren noch am Leben, zwei Mädchen und ein Junge. Sicher noch nicht einmal zwölf Jahre alt. Ein kleineres Ziel – anspruchsvoller. Sie nahm sich vor, alle mit einem Streich zu töten. Die Mädchen standen nebeneinander, aber der Junge war weiter entfernt – er bildete mit den anderen ein Dreieck. Perfekt.
„Lass es gut sein, Tami. Die sind mehr wert, wenn sie noch ein wenig wachsen.“
Gam bewegte sich absichtlich in die Gefahrenzone, durchbrach die nötige Fluglinie der „Perle“. Die Kinder bewegten sich nicht, der Junge, der ihm am nächsten war, wich sogar einige Schritte zurück. Anscheinend erwog er von ihm wegzurennen, auch wenn ihn das näher zu ihr bringen würde. Gam war aber zu schnell für ihn. Mit einer Bewegung, die durch ihre Schnelligkeit zu einem Schemen verschwamm, packte er ihn am Kragen. Das Kind schrie voller Angst auf.
Eines der Mädchen löste sich, rannte zu Gam. Das andere rührte sich nicht.
Ein hohes Pfeifen als die „Perle“ ihre nächsten Opfer fand. Blut spritze und Gams Augen weiteten sich, als es seine Arbeitkleidung befleckte. Sie holte die Kette wieder zu sich, fing sie in der Luft auf und steckte sie in die Halterung an ihrer Hüfte.
„Gut, Gam. Genug für heute.“
Ihr Freund taumelte ein wenig und stütze sich auf den Jungen, dessen Leben er gerade eben gerettet hatte. Der Kleine schien unter Schock zu stehen. Wie eine Maus die Katze fixierte er Tami, als sie auf die beiden zukam.
„Das war unnötig.“, teilte ihr Gam mit, seine Stimme verriet Erschütterung und Ekel. Seine Augen ruhten auf den Leichnamen der beiden Mädchen, die unter den anderen Toten lagen, die Augen weit geöffnet, ins Leere starrend.
„Gib Ruhe, Gam. Ich hab dir einen am Leben gelassen. Das ist mein Zugeständniss an dich. Verlange nicht mehr.“
Er musterte all die getöteten Sklaven, die den Boden bedeckten. „Man kann es auch übertreiben, Tami. Wie viele hast du getötet?“
„Ich habe ungefähr zwanzig verbraucht.“
Sie spürte, dass diese Diskusion noch nicht beendet war, aber Gam hielt den Mund. Stattdessen deutete auf eine der Sanduhren bei der Tür. „Es ist Zeit. Wir müssen jetzt zu dem Händler.“
„Ich mach mich nur schnell sauber. Das solltest du übrigens auch tun. Du bist voll von oben bis unten.“
Als Gam auf sein Hemd sah, entfuhr ihm ein Würgen. Dann stürzte er hastig aus dem Raum, war aber nicht schnell genug. Kurz vor der Tür übergab er sich.
„Gam! Bist du krank? Was ist mit dir?“, rief sie erschrocken.
„Es geht schon.“, würgte er hervor, dann entlud sich sein Magen ein weiteres Mal direkt vor ihre Füße.
Sie kniete sich neben ihn und hielt seinen Kopf. Zu seinem Glück waren seine Haare kurz geschoren.
„Jetzt musst du dich wirklich säubern.“, stellte Tami fest und zog die Nase angeekelt kraus. Gam nickte schwach, dann rappelte er sich auf. Seine Knie zitterten, aber sonst schien es ihm gut zu gehen.
„Ich werde den Anführer bitten, jemanden anderen mitzuschicken. Du bist nicht gesund.“
„Nein!“, protestierte er sofort. „Es ist nichts.... lass uns einfach diesen Raum verlassen, ja?“
„Oh, Gam.“, seufzte sie. „Du bist ein Schatten. So kann das doch nicht weitergehen.“
„Bring mich einfach hier raus!“
„Gut.“
Sie stütze ihn und half ihm aus dem Trainingsraum. Der Sklavenjunge war verschwunden, wahrscheinlich versuchte er zu entkommen. Das würde nichts werden. Niemand entkam den Schatten.
Als sie in ihrem Zimmer ankamen, hatte Gam sich wieder einigermaßen gefangen. Aber immer noch glänzte Schweiß auf seiner dunklen Stirn.
Sie legte ihr dreckiges Gewand ab und holte frisches aus ihrem Kasten. Sie merkte, dass sie ziemlich geschwitzt hatte, auch wenn ihr während des ganzen Trainings kein einziges Mal wirklich heiß gewesen war. Aber auch nicht kalt. Es war wie die Temperatur von Wasser, in dem man schon lange schwamm. Man gewöhnte sich daran und empfand es nicht als kalt oder warm. Aber als sie Gam auf ihrem Bett absetzte, bestätigte er ihre Befürchtungen.
„Tami, du bist ja immer noch eiskalt! Wie - “
„Ich weiß nicht.“, schnitt sie ihm das Wort ab. Dann holte sie aus eine Garnitur Kleidung von ihm heraus. Sie hatten beide eine vom jeweils anderen in ihrem Zimmer, für etwaige Notfälle. Das hier gehörte eindeutig dazu. Die Idee war von Gam gekommen. Sie plane für solche Fälle eher nicht voraus. Tami hatte Wichtigeres im Kopf.
Gam war erstaunlich still, also begann sie das Gespräch.
„Du musst dich daran gewöhnen, Gam. Du kannst nicht jedesmal mit sowas anfangen, sobald jemand stirbt. Was machst du denn in einem Kampf? Wenn der Anführer das wüsste....“
Gam blickte unbehaglich zur Seite. „Ich... im Kampf ist es nicht so schlimm. Da heißt es er oder ich, aber was du tust, Tami... Es ist einfach nicht richtig. Und komm mir jetzt nicht wieder mit „Gehorsam“. Ich kann gehorchen, ohne Unschuldige zu töten.“
„Nicht immer.“, widersprach sie und reinigte ihr Gesicht. Ihre Haare mussten warten, bis sie wieder zurück waren. „Oft geht Gehorsam Hand in Hand mit dem Tod. Deinem – oder dem von anderen. Wenn dir der Anführer befiehlt, eine Mutter und ihr Kind zu töten, wirst du gehorchen, weil es deine Pflicht ist. Es ist deine Schuld.“
Gam schwieg, sein Blick war in die Ferne gerichtet. Sie sah Dinge hinter seinen Augen – Erinnerungen an eine längst vergangene Zeit. Eine Zeit, in der er noch nicht zu den Schatten gehörte. Als er ein normales Leben führte. Ohne Blut und Stahl.
„Ich habe dieses Leben nicht gewollt, Tami. Ich wollte es nie.“
„Aber du bist hier. Du kannst es nicht ändern.“
„Aber muss ich deswegen mein Gewissen verraten?“ Er sah ihr in die Augen. „Muss ich zu einem Monster werden um zu überleben? Sag es mir, Tami! Ist das der Preis? Muss ich alles woran ich glaube hintergehen und zu einem anderen werden, damit ich nicht selber zum Opfer werde?“
Sie sagte nichts. Gam war nicht dumm. Und das was er gerade ausgesprochen hatte, betraf nicht nur ihn. Der Vorwurf schwebte in der Luft, senkte sich langsam herab und blieb liegen, wie stinkender Staub. Tami unterbrach ihre Arbeit und ihr Blick lag kalt auf Gamlin.
„Ich bin ich, Gam. Das bin ich. Das Mädchen, dass gerade eben zwei kleine unnütze Sklavinnen als Trainingspuppe benutzt hat, die Kriminelle, die fette Männer erpresst und ihnen ihr schmutziges Geld abknöpft. Wenn du das nicht wahrhaben willst, ist das dein Problem. Ich verbiege mich nicht. Nicht für mich selbst. Nicht für den Anführer. Nicht für dich.“
Ihr Freund sah sie nicht an. Stille breitete sich in dem kleinem Raum aus. Worte waren wie Klingen. Nur hielten sie länger an als die schlimmste Wunde. Und jedes Wort konnte zu einer tödlichen Waffe werden. Selbst zwischen Freunden.
Sie hatten beide schon zuviel gesagt.
Schließlich stand Gam auf und begann sich umzuziehen. Das Rascheln der Seide erfüllte den Raum. Nichts sonst.


Ich würde mich natürlich sehr über Feedback freuen :D . Außerdem hätte ich noch folgende Frage: Was bevorzugt ihr eher: Wenn ihr euch mit Figuren identifizieren könnt, oder wenn sie nicht klischeehaft sind?

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 Betreff des Beitrags:
Verfasst: 18.12.2011, 21:24 




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 Betreff des Beitrags: Re: Mal was anderes...
BeitragVerfasst: 19.12.2011, 09:07 
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Fahrender Ritter
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Hallo!

Deine Geschichte gefällt mir, obwohl - oder vielleicht gerade weil ;-) - der Anfang sowas wie eine morbide Faszination ausübt. Du schreibst verdammt gut und der direkte Einstieg wirft so viele Fragen auf, dass ich fast weiterlesen muss! Wirklich gut gemacht!

Zu deiner Frage: Hmm...Ich würde weder das eine noch das andere zwanghaft vermeiden. Mir ist das eigentlich egal, wichtig ist mir, dass eine Person nicht unmotiviert oder völlig widersprüchlich handelt, denn das tun reale Personen auch nicht. Dann darf es ruhig auch ins Klischeehafte "abrutschen" :mrgreen: .
Im Fall deiner Geschichte würden mich jetzt folgende Dinge brennend interessieren: woher kommt Tamis Kaltblütigkeit (sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinn^^), also wie ist sie so geworden, wie sie ist?, wer ist Gam und woher kennen sie sich? (die beiden erinnern mich an Nandalee und Bidayn :D ),....

Und dann noch eine Frage von mir: Wie lange hast du gebraucht, um so gut zu werden? :o

Ich hoffe, du kannst damit was anfangen,
LG Abiane


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 Betreff des Beitrags: Re: Mal was anderes...
BeitragVerfasst: 19.12.2011, 15:07 
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Hüter des Wissens
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Hallo Abiane :)
Danke, ich freue mich natürlich sehr, wenn ich den Leser fesseln kann. Ich schreibe auch schon Geschichten seit ich überhaupt schreiben kann und im Moment hat mich ein sehr freundlicher Autor unter seinen Fittichen.
Das mit dem Weiterlesen könnte nur schwierig werden, da ich wie gesagt erst bei Seite 80 bin - also noch nicht mal bei der Hälfte.... :|
Zu Tamis Kaltblütigkeit: Sie wurde als Kind angeblich in den Kanälen ausgesetzt und dann vom Anführer erzogen. Da er selbst weiß, was man braucht um an die Spitze der Schatten zu kommen und da er sie zum nächsten Anführer machen will, hat er sie zur Grausamkeit und Gnadenlosigkeit erzogen. Auch ihre Einstellung bezüglich Sklaven (die später noch wichtig werden wird) hat sie von ihm übernommen.
Gamlin, kurz Gam ist ihr bester (und einziger) Freund. Sie kennen sich seit sie Kinder waren. Tami ist immer wieder überrascht, wie ein Schatten wie Gam dermaßen zartbesaited und naiv sein kann, während sie ihn immer wieder mit ihrer Grausamkeit erschreckt. Und obwohl die beiden nicht unterschiedlicher sein könnten verbindet sie eine tiefe Zuneigung... möglicherweise sogar mehr als Freundschaft? :mrgreen:

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 Betreff des Beitrags: Re: Mal was anderes...
BeitragVerfasst: 19.12.2011, 21:35 
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Fahrender Ritter
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80 Seiten? Und das nennst du "erst" ;-) ?
Wenn du die ncht Zeilenabstand 2-fach und in Schriftgröße 16 geschrieben hast, ist das eh schon viel!
Meine eigenes Geschreibsel misst jetzt 130 Seiten A4,TNR, einfacher Zeilenabstand und Größe 12.

LG
Abiane


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 Betreff des Beitrags: Re: Mal was anderes...
BeitragVerfasst: 20.12.2011, 15:13 
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Deine Geschichte ist wirklich gut! Kompliment, das ist dir echt toll gelungen! :)
Es sind zwar einige kleinere Fehler drin, wo Wörter fehlen oder sowas, oder Buchstaben, aber das ist ja nicht wichtig, und selten sind auch ein paar Klitzekleine Stilistische Fehler drin, aber das tut dem Gesamteindruck überhaupt keinen Abbruch!
Du schreibst wirklich ziemlich gut und spannend ist der Text auch und die Idee ist richtig klasse!!
Ich hab nur ne Frage: is das dann wirklich der Anfang? Und wenn ja, hast du dann in deinem voraussichtlichen Buch (ich nenns jetz einfach mal so :D ) auch so ne kurze Erklärung vorne dran, wie hier?
Und: Wann kommt der nächste Teil?^^ ;)

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Darf ich dich besteigen?
Nein!
Aber...
Du darfst mich reiten! Besteigen! Ha!



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 Betreff des Beitrags: Re: Mal was anderes...
BeitragVerfasst: 20.12.2011, 19:42 
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Hüter des Wissens
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Fehler? :oops: Wo, wo, wo ??? Bitte zeig sie mir, damit ich mich verbessern kann!
Nein, das ist nicht im Geringsten der Anfang! Ich habe aus dem ersten Teil das hier rausgeschnitten, weil es meiner Meinung nach die Idee der Geschichte am besten verkörpert.
Soll ich noch ein Stück reinstellen?

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 Betreff des Beitrags: Re: Mal was anderes...
BeitragVerfasst: 20.12.2011, 21:37 
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Fahrender Ritter
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Aber ja bitte! Mach das! Aber ich kann dir nicht versprechen, dass ich gleich zum Lesen komme :oops: . hab leider nur wenig Zeit *seufz*.

@Sepia: Übernimm dich nicht mit dem lektorieren, *gg*, Ich hab schon Nachschub in Petto - so ungefähr das, was du mir die letzteen beiden male geschickt hast ;-)

LG Abiane


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 Betreff des Beitrags: Re: Mal was anderes...
BeitragVerfasst: 20.12.2011, 21:49 
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Elfenritter
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Hallo!
Ich habs grade gelesen und am Anfang dachte ich mir: "Wow! Ganz schön brutal!" und das hat mich eher win bisschen abgeschreckt, aber da ich ja nie aufhören kann zu lesen hab ich weiter gelesen. Und als Gam dann so... "menschlich" (also mehr od. weniger schockiert ist von Tami) aufgetreten ist, und sie sich dann fast schon liebevoll um ihn gekümmert hat, da hat sich mein Denken wieder umgedreht. Sehr interessant auf jeden Fall! Ich werds auf bestimmt weiter lesen (vorrausgestezt, du stellst noch was rein, was ich hoffe!). Ist wirklich mal was anderes! ;)
LG Seara

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Wer stets nur sagt,
was man so sagt,
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Mondblüte


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 Betreff des Beitrags: Re: Mal was anderes...
BeitragVerfasst: 21.12.2011, 14:55 
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@Abiane: ne ne :D mach ich schon nicht ;) ich hab genug zu tun mit dir^^ das war jetz nur so Gewohnheit :mrgreen:

@Sarah: ach, das is fast gar nix^^ ich hab auf die schnelle mal ein Beispiel rausgesucht, ich glaub sowas in der Art is auch nur noch ein oder höchstens 2 mal drin; ich hab das, was mMn fehlt mal in Rot dazugeschrieben.
Zitat:
Sie legte ihr dreckiges Gewand ab und holte ein frisches aus ihrem Kasten.


ach ja: (fast vergessen^^) ja stell doch noch was rein!! :)

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 Betreff des Beitrags: Re: Mal was anderes...
BeitragVerfasst: 21.12.2011, 15:58 
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So... kann nicht garantieren, dass solche Fehler ( :oops: :( ) nicht nochmal drinnen sind, ich schätze das hat damit zu tun, dass ich Österreicherin bin und daher nicht komplett hochdeutsch spreche.
Hier ein weiteres Kapitel. Zur Erklärung, folgendes ist zwischen diesen Textpassagen passiert: Tami und Gam haben sich gestritten, weil er von ihrem Verhalten so entsetzt war. Schlussendlich lag der Vorwurf in der Luft, dass Tami ein Monster sei. Seitdem haben sie nicht miteinander gesprochen, daher ist die Stimmung hier ein wenig angespannt. :?
Sie waren bereits einmal bei diesem Händler um das Schutzgeld, mit dem er hinten nach ist zu holen, doch er hat gesagt, dass er es nicht in diesem Moment hätte und dass sie wiederkommen sollen. Da sie nicht glauben, dass jemand den Mut haben könnte, die Schatten zu verraten, machen sie sich keine Gedanken darüber.
Tami hat vor kurzem, eben bei diesem Besuch, die Blutfeder bekommen, die sich sofort mit ihr verbunden hat und - Blutfedern können im Normalfall nicht von ihren Wirten getrennt werden - jetzt ein Teil ihres Unterarmes geworden ist. Sichtbar wird sie nur, wenn Tami das wünscht, oder sie damit Magie wirkt - etwa ein Zeichen abwehrt (das kann auch unbewusst geschehen). Seit sie verbunden sind, hat Tami keine Körperwärme mehr.
Hier ein kleiner SPOILER (zuerst bitte die Leseprobe unten lesen!!!)
Zu Tamis Reaktion im letzten Teil: Die Beziehung zwischen ihr und Gam war IMMER nur freundschaftlich, sie lieben sich beide als FREUNDE und sie wäre nie auf den Gedanken gekommen, dass es anders sein könnte.
Und hier die Leseprobe:

Sie klopfte an die schwere Holztür. Den ganzen Weg über hatten sie nicht gesprochen. Gam hatte sich gut erholt, sobald das Blut der Sklavinnen aus seiner Sicht verschwunden war. Aber er sagte nicht ein Wort. Vielleicht war ihre Freundschaft jetzt zu Ende. Sie kannten einander seit sie Kinder waren. Wie hatte er so verweichlicht werden können? Sklaven waren nichts als Waren, sie waren vielleicht teuer, aber sicher nicht... man konnte sie nicht als Menschen sehen! Sklaven hatten ihr Recht auf Menschlichkeit verwirkt, durch...Tami hielt inne. Nein, jetzt war nicht die Zeit zum philosophieren!
Die Kette wurde diesmal augenblicklich zurückgezogen, der Riegel weggeschoben. Die kleine dickliche Frau des Händlers öffnete die Tür und senkte furchtsam den Blick. Sie sagte nichts, aber geleitete sie wieder zum Zimmer ihres Mannes. Dann verschwand sie.
Auf einmal hielt Gam sie an. Er wirkte nicht wütend, aber... angespannt.
„Wir sollten da nicht reingehen.“
„Ich bitte dich, Gam.“, wies sie ihn zurecht und bemühte sich, ihren Ärger nicht allzu offen zu zeigen. „Wenn wir wieder zurück sind können wir über deine Ansichten reden, aber solange wir unterwegs sind, tust du, wie dir befohlen wurde!“
„Nein, das meinte ich nicht.“, flüsterte er und beugte sich zu ihr vor. „Aber ich habe ein ungutes Gefühl.... fast als... Tami, hinter dieser Tür wartet der Tod!“ Sie hob die Augenbrauen, aber er bemerkte es nicht einmal. Er schien wirklich aufgeregt – beinahe schon panisch. „Geh nicht hinein, Tami.“, beschwor er sie. „Denn wenn du diesen Raum betritts, dann muss ich mit dir gehen. Und... ich glaube nicht, dass ich ihn dann wieder verlassen würde.“
„Du bist paranoid.“, antwortete sie kurzangebunden und griff nach der Klinke. Sie öffnete die Tür und trat ein. Niemand war da. Nur die Brokatvorhänge wehten leicht im Wind der geöffneten Fenster.
„Siehst du?“, lachte sie ihren besten Freund aus. „Der Händler ist noch nicht einmal hier? Wovor fürchtest du dich? Soll dich der Tisch attackieren?“
Gam wirkte gehetzt, sagte aber nichts. Misstrauisch sah er sich in dem Raum um. Nichts.
„Dass der Händler sich verspätet, ist wohl nicht sonderlich respektvoll.“, stellte Tami fest. „Er übertritt seinen Stand. Das wird ihn teuer zu stehen kommen.“ Sie ging einmal durch das kleine Zimmer, musterte alles genau. Es war sicher unnötig, aber vielleicht hatte er ja eine Falle angebracht, Stolperdrähte oder Falltüren.... Ein Arbeitstisch mit mehreren Unterlagen, die in der Brise knisterten, mehrere Regale mit verschiedenen Gläsern und Reagenzien. Es hingen zwei Bilder von Landschaften, mehrere Besitzurkunden oder Auszeichnungen für besondere Verdienste am Reich. Dieser reiche Mistkerl schien sich gesellschaftlich große Mühen zu geben.
„Warum so still, Gam?“, fragte sie grinsend und drehte sich nach ihrem Freund um.
Sie erstarrte.
Gam stand in einer unnatürlichen Bewegung festgefroren, als hätte man ihn mitten in einem Schritt festgehalten, es wunderte sie, dass er nicht das Gleichgewicht verlor.
Und neben ihm stand ein hochgewachsener Mann.
Niemals hätte sie das Ding in seiner Hand verwechseln können.
Eine Blutfeder.
„Erstaunlich.“, sagte der Schreiber mit einem schaurigem Grinsen. „Du kannst dich immer noch bewegen. Das dürfte eigentlich nicht möglich sein. Vielleicht habe ich ja bei meinem Zeichen einen Fehler gemacht. In diesem Zimmer müsste eigentlich jede Bewegung unmöglich sein.“
Lenke ihn ab!, schoss es ihr durch den Kopf, als würde ihr der Anführer ins Ohr brüllen.
„Es scheint als seien Sie nicht nur unfähig, sondern auch dumm. Wenn es in diesem Zimmer eine Lähmung für alles, was darin ist wäre, würden Sie sich auch nicht bewegen können!“ Sie hoffte ihn mit der Beleidigung von der kaum merklichen Bewegung abzulenken, mit der sie nach der „Perle“ langte.
„Du bist nichts als ein dummes Kind.“, fauchte er, auf einmal zornig. Hatte sie mit diesem Blindschuss einen wunden Punkt getroffen? „Das ist mein Zauber. Er betrifft meinesgleichen nicht. Aber du....“ Er schüttelte mit grimmiger Miene den Kopf. „Ich muss wirklich einen großen Fehler gemacht haben, sonst könntest du nicht einmal den Mund zu diesen frechen Äußerungen aufreißen. Du könntest wahrscheinlich bald überhaupt nichts mehr. Vielleicht betrifft dich ja wenigstens dieser Teil des Zeichens.“
„Was?“, rief sie mit einem Blick auf den gelähmten Gam.
Der Schreiber beobachtete sie, anscheinend belustigt.
„Ach, habe ich das noch erwähnt? Die Lähmung betrifft zwar nicht das Herz, dafür aber die Atmung. Man erstickt auf Dauer jämmerlich. Und falls das zu lange dauert habe ich noch ein Zeichen beigefügt, das sich wie ein Parasit an den Betroffenen heftet und die Lebenskraft absaugt. Zu schade, dass dein Freund sehr wohl betroffen zu sein scheint. Gam, sagtest du? Der arme Junge, dass er auf so einen falschen Weg gelangt ist. So jung...“
Er griff nach Gams Kopf.
„Rühr ihn nicht an!“, schrie sie und die „Perle“ pfiff durch die Luft. Der Schreiber sprang überrascht zur Seite, entkam der messerscharfen Klinge nur um Haaresbreite. Sie nutzte ihre Chance und begann sofort zu rennen. Sie holte Schwung und fixierte Gam. In diesem Zimmer wirkte der Zauber? Dann musste sie ihn aus dem Zimmer schaffen!
Der Schreiber rappelte sich auf, aber sie beachtete ihn nicht einmal. Aus vollem Lauf prallte sie gegen Gam, riss ihn mit. Die wenigen Schritte, die er noch von der Tür entfernt war, zog und schleifte sie ihn.
„Du enkommst mir nicht!“, brüllte der Schreiber wütend und zückte seine Blutfeder. Ein blutroter Kreis, in sieben Teile geteilt. Mehrere asymettrische Striche unterbrachen die Zeichnung, die sowieso schon mit zittriger Hand und sehr ungenau ausgeführt worden war.
„Verreckte!“, spie ihr der Mann entgegen, im Moment als das Zaubermal verendet war und sie gleichzeitig Gam endgültig über die Türschwelle zog. So viele Dinge gingen in diesem Moment durch ihren Kopf – Gams plötzliches Aufkeuchen, als er verzweifelt nach Luft schnappte, sie fragte sich, wo der Händler wirklich war, wie sie Gam in dieser Verfassung in die Kanäle bekommen sollte. Hatte der Schreiber nicht irgendwas von einem Parasiten gesagt, der sich an Gam geheftet hatte?
Aber alles wurde durchbrochen von einem plötzlichem Lichtschwall, nicht mehr als ein kurzes Aufblitzen. Sie sah auf einmal nichts mehr, als würde ein Blitz das Zimmer durchzucken. Kurz spürte sie den Schmerz, als sich die Blutfeder für wenige Sekunden aus ihrer Hand schob.
Dann schnellte sie zurück in ihren Arm und der Spuk hatte ein Ende. Tami konnte alles wieder vollkommen klar sehen. Sie stütze Gam, so schnell sie konnten humpelten sie die Treppe hinunter. Das Haus schein wie ausgestorben – sie hatten einige Lärm gemacht, aber niemand kam um dem nachzugehen. Selbst der Schreiber blieb in dem Zimmer. Aber trotzdem mussten sie sich beeilen. Das konnte sich nämlich alles innerhalb weniger Augenblicke ändern. Und irgendwas stimmte mit Gam nicht – er benutzte seinen rechten Fuß nicht. Sein Atem ging schleppend und angestrengt, als würde ihn jeder einzelne Schritt umbringen. Wieso folgte der Schreiber ihnen nicht?
Auch im unterem Geschoß begegnete ihnen niemand, alles hatte sich verschanzt. Sie hatten es gewusst! Dieser Hinterhalt war sorgfältig eingefädelt worden. Hätte der Zauber des Schreibers funktioniert... Nein, darüber konnte sie noch später nachgrübeln! Jetzt stieß sie die Tür mit dem Ellbogen auf, zum Glück hatte die Frau anscheinend die Riegel nicht mehr davorgelegt.
Sie schleppte Gamlin einige Gassen lang, bis sie schließlich unter seinem Gewicht zusammenbrach. Er stütze sich immer mehr auf sie, bald schon benutzte er beide Beine kaum mehr. Sein Arm über ihrer Schulter fühlte sich kalt und leblos an, schlapp wie ein entgräteter Fisch.
Sie schnappte nach Luft, Schweiß rann ihr über den ganzen Körper. Gam wimmerte schmerzerfüllt.
„Tami... wir schaffen es nicht.“
Sie packte ihn und wollte ihn schütteln, dieses verdammte Selbstmitleid und diese gottverfluchte Hoffnungslosigkeit aus ihm rauspressen, bevor sie auch noch auf sie selbst übergriff.
„Sowas darfst du nicht sagen! Gam, es ist nicht mehr weit! Niemand verfolgt uns! Wir schaffen es! Halte durch!“
Er stöhnte. „Da...ist irgendwas.... in mir. Tami, ich...“
Plötzlich hustete er und sie erkannte entsetzt, dass er Blut spuckte. „Gam, nein! Nein! Gam, stirb nicht! Gam!“
Wie ein verwundetes Tier krümmte er sich und krallte die Hände in den eisigen Boden, als ihm weiteres Blut aus dem Mund rann. „Tami....“
„Nein, Gam, bitte nicht! Halte durch!“
„Es ist zu....“ Er stöhnte schmerzerfüllt auf, „Zu spät! Tami....komm.... näher. Bitte!“
Ein weiterer Hustenanfall schüttelte ihn und besprenkelte alles mit Blutstropfen. Er griff mit zittriger Hand nach ihr und sie ließ sich von ihm herabziehen. Seine Finger -sie waren genauso eiskalt wie sie selbst!
„Noch...näher!“
Er röchelte erstickt und erschauerte am ganzem Körper. Als er wieder hustete besprühte er ihr Gesicht mit Speichel und Blut. Aber Tami ekelte sich nicht. Instinktiv wusste sie, dass was auch immer jetzt kam, wichtig war. Was wollte er ihr mitteilen? Ihre Gesichter berührten einander fast, so nah waren sie sich.
Seine kohlrabenschwarzen Augen hielten ihre fest, als er seinem sterbenden Körper eine letzte Anstrengung abverlangte.
Dann trafen seine feuchten Lippen auf ihre.
Sie riss die Augen erschrocken auf und fuhr zurück.
Seine Hand fiel zu Boden.
Gams letzter Atemzug berührte ihre Haut, bevor er mit seiner Seele davongeweht wurde.

Wer hätte das gedacht? 8-) Und, was meint ihr zu diesem Kapitel?

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